{"id":30,"date":"2018-01-13T11:24:17","date_gmt":"2018-01-13T11:24:17","guid":{"rendered":"http:\/\/biketransalp.de\/?p=30"},"modified":"2019-11-10T17:05:47","modified_gmt":"2019-11-10T17:05:47","slug":"wintertransalp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/biketransalp.de\/?p=30","title":{"rendered":"Winter Transalp"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reisebericht \u201eWintertransalp mit dem Fatbike\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Route: Innsbruck \u2013 Bozen in 3 \u00bd Tagen, 176km und 5600Hm. Von Innsbruck nach Trins im Gschnitztal. Am 2ten Tag hoch \u00fcber den Brenner Grenzkamm nach Pflersch bei Gossensass. Weiter am 3ten Tag \u00fcber das Penser Joch ins Sarntal. Am 4ten und letzten Tag schlie\u00dflich \u00fcber den M\u00f6ltener Kaser ins sonnige Bozen.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-101 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/WinterTA1.jpg\" alt=\"\" width=\"994\" height=\"782\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/WinterTA1.jpg 721w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/WinterTA1-300x236.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 994px) 100vw, 994px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Daten von <a href=\"http:\/\/www.openstreetmap.org\/\">OpenStreetMap<\/a> &#8211; Ver\u00f6ffentlicht unter <a href=\"http:\/\/opendatacommons.org\/licenses\/odbl\/\">ODbL<\/a><\/p>\n<p>Wintertransalp mit dem Fatbike\u2026\u201cDu bist ja total krank\u201c, war die erste und klare Antwort auf meine Idee. Kann man auch im Winter eine Transalp fahren, w\u00e4hrend alle anderen Ihre Bretter wachsen? Es hat sich viel ver\u00e4ndert, wir schreiben das Jahr 2014 und Transalp Fahren ist eine Jedermann Veranstaltung geworden. Wir haben einen sich andeutenden Klimawandel, Planung und Ausr\u00fcstung sind perfektioniert und ja, es gibt eine neue Fahrradgattung aus USA, die verspricht mit so ziemlich allem fertig zu werden &#8211; das Fatbike.<\/p>\n<p>Der Gedanke l\u00e4sst mich also nicht mehr los. Ist es es jetzt krank oder einfach nur cool? In 2008 hatte die Bike mal einen Bericht \u00fcber eine Wintertransalp gebracht Ehrwald &#8211; Gardasee, die einfachste Transalp \u00fcber die Via Claudia auf Bikes mit Spikes &#8211; pah &#8211; bibbern vor K\u00e4lte kann ich auch auf den Haustrails. Ich entwerfe also einen Kriterienkatalog, was der ersten offiziellen Winter Transalp w\u00fcrdig sein sollte:<\/p>\n<ol>\n<li>Es sollte Spa\u00df machen, auch wenn es hart wird und bestimmt nicht Jedermanns Sache ist.<\/li>\n<li>Die \u00dcberschreitung des Alpenhauptkammes definiert eine Transalp.<\/li>\n<li>Es sollte nicht nur \u00fcber die m\u00f6glichst flachsten P\u00e4sse z.B. Brenner oder Reschen gehen, sondern auch angemessen H\u00f6henmeter beinhalten.<\/li>\n<li>\u00a03-4 Fahrtage bei kalten Temperaturen sind besser als 1 Woche Flachetappe fahren, nur um unbedingt die kompletten Alpen hinter sich zu bringen.<\/li>\n<li>\u00c4hnlich dem Skitouren sollten ein Berg und eine Abfahrt, das wesentliche Profil f\u00fcr einen Tag ausmachen. Grund: Schwitzen\/Ausk\u00fchlen und die Menge an Wechselw\u00e4sche, die man mitf\u00fchren kann.<\/li>\n<li>Tagesetappen sollten bei 40-60km und 1200-1500hm liegen, Tagesfahrtzeit ist maximal 6-8 Stunden auch wegen dem wenigen Licht.<\/li>\n<li>Das Wetter sollte tendenziell sonnig sein (Sichtverh\u00e4ltnisse) wobei \u00a0&lt;-10 Grad kein wirkliches Wetter zum Fahren ist.<\/li>\n<li>Die Wege sollten &#8211; wenn auch schneebedeckt &#8211; erkennbar und vor allem einigerma\u00dfen fahrbar mit dem Fatbike sein. \u00a0Es sollte nicht in NUR Schieben insbesondere bergauf ausarten, ganz ohne Schieben\/Tragen wird es aber nicht ausgehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mir f\u00e4llt Uli Stanciu ein, der Transalperfinder von Bike GPS, der m\u00fcsste es schlie\u00dflich wissen. \u201eDie Fatbikegattung sei sehr interessant auf ruppigen Gardaseetrails\u201c ist seine Antwort aber \u201eTransalp im Winter? es g\u00e4be doch viele Gefahren.\u201c Er l\u00e4sst mich aber nicht h\u00e4ngen, sondern gibt mir wertvolle Tipps z.B. den Brenner Grenzkamm oder das Penser Joch. Die Idee ist richtige Berge zu erklimmen, aber immer als \u201eFallback\u201c auf den Brennerradweg zur\u00fcckfallen zu k\u00f6nnen. Die Route Innsbruck &#8211; Bozen in ca. 3-4 Tagen entsteht. Ich plane 2 Varianten eine Snow und eine No-Snow Variante und will jeden Tag neu entscheiden. Die Planungen beinhalten alles was mountainbike- und transalpw\u00fcrdig ist: tolle Panoramen, Pass\u00fcberschreitungen und auch geile Trails.<\/p>\n<p>Das Fatbike: ein neuer Trend, der schon l\u00e4nger in den USA bekannt ist. Eine Neuinterpretation des MTBs als SUV-Fahrrad, ein Adventure-Bike f\u00fcr dort wo es keine Wege mehr gibt, mit riesigen Reifen. Entsprechend breiter ist der Rahmen samt Kurbeln ausgelegt, h\u00e4ufig komplett ohne Federelement aber der M\u00f6glichkeit auch Gep\u00e4cktr\u00e4ger vorne und hinten zu montieren. Ein Fatbike kann die Bikesaison deutlich verl\u00e4ngern, es ist gut, wenn die Wetterverh\u00e4ltnisse schlecht sind und der Boden weich, wie im Schlamm oder Sand oder eben auch auf Schnee. Es sollte sich durch eine super Traktion und eine gewisse D\u00e4mpfung aus den Reifen auszeichnen, die mit einem sehr geringen Luftdruck von ca. 0.5-0.8bar gefahren werden. Mit dem Fatty ist man nat\u00fcrlich nicht ganz so aggressiv im Gel\u00e4nde unterwegs wie auf einem Enduro, daf\u00fcr hat es ein sehr breites Anwendungsspektrum und \u00fcber Schl\u00fcsselstellen bergauf wie bergab hoppelt das Dicke entspannt dr\u00fcber.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-86 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00071.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00071.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00071-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00071-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00071-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Eine kurze Kaufberatung:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Qualit\u00e4t\/Austattung der Bikes variiert noch sehr stark und es sind bedenkliche Einstiegsangebote &lt;1000 Euro am Markt. Ein gutes Fatty wird mit ein paar Optimierungen bei ca. 1800 Euro liegen, nach oben gibt es preislich nat\u00fcrlich keine Einschr\u00e4nkungen.<\/li>\n<li>Das Gesamtgewicht sollte maximal bei 14-15kg liegen, damit man nicht nur ein Show Bike f\u00fcr die Fahrt zur Eisdiele, sondern ein outdoortaugliches MTB bekommt.<\/li>\n<li>Beim Gewicht ist Rahmengewicht aber auch das Gewicht der gro\u00dfen Laufr\u00e4der samt Reifen zu beachten. Ein Carbonrahmen oder leichter Alurahmen hilft das Gewicht entscheidend zu dr\u00fccken. Bei den R\u00e4dern ist das Gewicht kritisch, denn die zu bewegende Masse hat erhebliche Auswirkungen auf die Agilit\u00e4t des Bikes.<\/li>\n<li>Die Reifen sind von besonderer Bedeutung und m\u00fcssen eine gute Laufeigenschaft haben (sofern man bei ca. 4 zoll breiten Reifen davon sprechen kann) sowie eine gute Gummimischung und Haltbarkeit unter einen Hut bringen.<\/li>\n<li>Bei den Federelementen ist weniger mehr, ebenso wie bei der M\u00f6glichkeit einer hydraulischen Sattelst\u00fctze. Da das Bike h\u00e4ufig im Schlamm, Sand usw. und auch bei kaltenTemperaturen bewegt wird, kann es n\u00fctzlicher sein nur mit der D\u00e4mpfung der Reifen zu fahren d.h. Hardtail mit Starrgabel. Man erh\u00e4lt ein sehr robustes Bike mit wenig Pflegeaufwand.<\/li>\n<li>Bitte an den Bremsen nicht sparen d.h. hydraulische Scheibenbremsen mit ausreichend gro\u00dfen Bremsscheiben sind Pflicht, bitte die Billigangebote mit bremszugbetriebenen Scheiben ignorieren!<\/li>\n<li>Einfach- oder Zweifachkurbel vorne sind Geschmackssache 22-36er oder ein 28-30er Blatt vorn dann mit 11\/12 Ritzeln hinten (bis zu 50 Z\u00e4hnen) sind am bergtauglichsten.<\/li>\n<li>Bei der Schaltung gibt es keine Unterschiede wie bei einer Wahl an jedem anderem MTB.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mein neues Fatty wird nach vielen Recherchen ein Trek Farley und ist am Markt Ende 2014 kaum zu bekommen. \u201eDas wird ein Schweinezyklus. N\u00e4chstes Jahr wird es eine \u00dcberkapazit\u00e4t an leichten Fatbikes geben. Ich wette\u201c, so die Antwort eines Bikespezls. \u00a0Nach langem Suchen doch noch eines bekommen und ja, diese Bikes sind anders. Diese Fahrr\u00e4der polarisieren! Erwachsene bekommen gro\u00dfe Augen und fangen an zu tuscheln, die Kinder einfach nur an zu lachen oder zu schreien. Aber schon bei meiner DIMB Trailscout Ausbildung im Herbst waren gleich 2 der Ausbilder Fatbike Protagonisten. \u201eDas sei the next big thing im doppelten Sinne und wieder Fahrradfahren pur. Da wo andere Bikes l\u00e4ngst trudeln fahre man mit der Traktion einfach gerade aus.\u201c Die ersten Tests um M\u00fcnchen zeigen: Fat ist Fun, in der Tat Traktion ohne Ende, puristisches Fahren mit Starrgabel und eine neue ungew\u00f6hnliche Art der D\u00e4mpfung aus den Reifen &#8211; k\u00f6nnte also klappen.<\/p>\n<p>Mitfahrer? Fehlanzeige\u2026die guten Gr\u00fcnde kurz vor Weihnachten sind vielf\u00e4ltig: \u201eIch muss noch Geschenke kaufen und mich um meine Familie k\u00fcmmern, mein Schwager feiert seinen 50igsten bis zu ich schwitze und dann ist mir immer so kalt.\u201c Alle w\u00fcnschen mir gaaanz vieeelll Spa\u00df und es stimmt ja irgendwie: ich bin total crazy. Meine Frau und Tochter sind total genervt, wenn ich Ihnen wochenlang den Reiz dieser Unternehmung im kleinsten Detail schon im Voraus erl\u00e4utere.<\/p>\n<p>Obwohl ich ein total intensives Arbeitsjahr habe umf\u00e4nglich nach Tipps zur Winterbikeausr\u00fcstung gesucht und gelesen, dass in Alaska mit den Fattys auf Schnee ein Teilst\u00fcck eines 1000 Meilen Rennens auf verlassenen Trails gefahren wird (iditarodtrailinvitational.com), geht doch. Noch irgendwie alles besorgt und los, denn da kommt vor Weihnachten ein gutes Wetterslot in Sicht. Nordf\u00f6hn und ich will nach S\u00fcden, klingt gut. Schneelage noch eher gering, also Wechselfahren zwischen Schnee und aper zu erwarten. \u00a0Meine Einstellung aus der Werbung &#8222;..das ist kein Berg, das ist das n\u00e4chste Level\u2026\u201c und meine gute Fitness lassen mich mit Zuversicht nach vorne schauen.<\/p>\n<p><strong>Samstag 20.1.2014 M\u00fcnchen \u2013 Innsbruck Anreise mit dem Zug<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-85 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00041.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00041.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00041-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00041-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00041-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>M\u00fcnchen 3 Grad und Kopfweh, Schmerztablette. Die Familie ist froh mich endlich loszuwerden. R\u00fcber zum Pasinger-Bahnhof und dort treffe ich gleich ein P\u00e4rchen aus dem Sauerland auf dem Weg nach Leutasch. Skilanglauf bei wenig bis gar kein Schnee. Die Fahrt mit dem Zug wird kurzweilig, das Fatbike ist Gespr\u00e4chsthema und beide passionierte Biker. Sie fahren vom Birdy Klapprad bis zum Specialized Enduro alles. Sie sagt \u201ewenn die neue Bike kommt, dann lese ich den \u201eLesewitz\u201c immer zuerst\u201c. Ist Biken im Winter eine Alternative? Die beiden k\u00f6nnen sich das auf jedenfalls vorstellen. Beim Abschied w\u00fcnschen sie mir \u201eimmer 3-4 Zoll Luft auf den Reifen\u201c \u2013 Fatbike eben.<\/p>\n<p>Dann kommt eine Schweizerin aus Z\u00fcrich mit 2 Jungs, \u201egut geht\u2019s oderrr? mit den dicken Reifen!\u201c. Die Jungs sind oberschlau und wir haben so ziemlich alle L\u00e4nder in Nord, S\u00fcd, West und Ostausdehnung hinter uns. Jetzt nerven sie und h\u00e4ngen fast komplett auf mir drauf, ich mache mich aussteigebereit \u201eSie wollen schon aussteigen?\u201c.<\/p>\n<p><strong>Samstag 20.12.2014 11:30 Innsbruck nach Trins am Brenner, 32km, 1200 Hm<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-53 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00045-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00045-1.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00045-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00045-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00045-1-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Vor dem Hauptbahnhof in Innsbruck bin ich Attraktion der schaulustigen Menge beim Bilderschie\u00dfen. Es regnet leicht und ist wolkenverhangen. Also rauf nach Igls und auf der steilen, nassen Teerstra\u00dfe harmonisieren mein Fatty und ich nicht wirklich. Ich denke an Abbruch der unsinnigen Aktion. Dann durchsto\u00dfe ich die Wolkendecke und pl\u00f6tzlich l\u00e4uft alles wie von selbst. Das Gel\u00e4nde ist kupiert und die Stra\u00dfe verl\u00e4uft hoch und runter, in der Sonne kein Problem. Schlie\u00dflich erreiche ich Matrei und dann Steinach an der alten Brennerstra\u00dfe. R\u00fcber nach Trins, das Gschnitztal empf\u00e4ngt mich mit tollem Panorama. Auf dem Kunstschnee am Lift, nicht gr\u00f6\u00dfer als ein wei\u00dfes Tischtuch, kann ich endlich Bilder auf Schnee machen. Pension Erika ist sehr freundlich. Ganz oben ist sogar Skibetrieb, morgen geht\u2019s hoch zum Brenner Grenzkamm. Abends noch bei Max Pizza Essen mit der Kurierfahrerfamilie aus Hessen \u2013 Fatbikefahren ist gesellig. Das Fatbike ist in der Pension sowieso gleich rund, Erikas Mann ist begeistert von den riesigen Reifen.<\/p>\n<p><strong>Fatbike = Snowbike?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-92 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00176.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00176.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00176-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00176-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00176-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Sonntag 21.12.2014 Trins nach Plersch-Ladurns (\u00fcber den Brenner Grenzkamm) 45km, 1700Hm<\/strong><\/p>\n<p>6:30 Aufstehen, Fr\u00fchst\u00fcck um 7:00 ich will das Licht des Tages voll ausn\u00fctzen. Die Nacht ein wenig Neuschnee und Sturm. Heute sollte das Fatbike seine F\u00e4higkeiten als Schneer\u00e4umer zeigen. Ich starte p\u00fcnktlich um 8:00, der Sturm hat sich gl\u00fccklicherweise etwas gelegt. Es ist deutlich unter null Grad und ich habe noch eine Zusatzlage aufgelegt. Von Trins geht es gleich hoch Richtung N\u00f6\u00dflach, ich komme am Bikepark vorbei und bin geneigt von der Br\u00fccke in den fetten Anlieger zu brettern, aber ich muss weiter. Die Rodelbahn noch ohne Schnee hoch und ich komme wieder zur Brennerautobahn. Nun hoch zur Sattelalm und nach wenigen hundert H\u00f6henmetern kommt Schnee das Fatty ist in seinem Element und bietet jede Menge Traktion auf dem Schnee an.<\/p>\n<p>An der Sattelalm mache ich Rast, die Jungs von der H\u00fctte sind gleich Fatbikefans. Der Schnee wird immer mehr und ich komme am b\u00f6sen Bauern vorbei, missachte die Verbotsschilder, denn der ist heuer bestimmt nicht mehr auf seiner Alm. Danach wird es steil und fahren und schieben wechseln sich ab, der Schnee ist stark verweht. Ich erreiche schlie\u00dflich gegen Mittag den Sattelberg, oben jede Menge Schnee und die alten erste Weltkriegsstellungen ziehen mich gleich in ihren Bann. Das Panorama bei Sonnenschein hier oben ist ebenfalls fantastisch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-59 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00157.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00157.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00157-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00157-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00157-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem Gaskocher bereite ich eine Tomatensuppe zu und esse die Stulle von morgens. Die R\u00e4ume der alten Stellung sind ziemlich gruselig. Ich h\u00f6re deutlich Stimmen bekomme aber keine Menschenseele zu Gesicht. Ich muss weiter die Brennergrenzkammsteine blicken mich an. Die Grenzkammstrasse ist stark verweht, ich komme fahrend und durch die Schneewehen schiebend und watend nur langsam voran. Bis zum Kreuzjoch ist es eine elende Plackerei und mehr Schnee d\u00fcrfte nicht sein. Ein schattiges, steiles Nordhang-Monster, unter dem ich direkt durch muss, sieht lawinenschwanger aus. Ich mache noch ein letztes Foto und hoffe auf Gottes Gnade.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-58\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00145-1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00145-1.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00145-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00145-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00145-1-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-91\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00160.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00160.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00160-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00160-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00160-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-82\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00220.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00220.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00220-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00220-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00220-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-78\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00168.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00168-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00168-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00168-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich habe die Klamotten in der alten Stellung gewechselt, trotzdem sind abwechselnd H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe ganz sch\u00f6n kalt und tun mir weh! Die Abfahrt vom Kreuzjoch im oberen Teil ist fluffig durch die Schneeauflage, doch Vorsicht bei gro\u00dfen Eisplatten, ich werde extrem unsanft und schlagartig vom Bike geholt. Also auf Sicht fahren, es folgen immer wieder Abschnitte die vom Schmelzwasser \u00fcberfroren sind. Das ist sehr t\u00fcckisch! Die Sonne neigt sich stark als ich vom Berg komme und ich bin gl\u00fccklich die alte Bahntrasse, die zum Radweg ausgebaut ist, runter zu rollen. Ein altes Ehepaar im Panda weist mir den Weg \u201ewas haben Sie denn da f\u00fcr ein komisches Rad\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-93 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00194.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00194.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00194-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00194-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00194-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Das Hotel Bergkristall im Skigebiet Pflersch-Ladurns empf\u00e4ngt mich mit seinem Komfort. Das Fatbike kommt zum Abtauen zu den Skiern in den Skistall, denn die Felgen sind total voll Schnee. Gleich Sauna, Essen und dann Regenerationsschlaf. Das war ein geiler Tag, den ich so auf Transalp noch nie erlebt habe. Mein Fatbike ist ein echtes Snowbike, das h\u00e4tten wir aber auch nicht anders erwartet &#8211; oder?<\/p>\n<p><strong>Fatbike = Roadbike?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-60 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00244.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00244.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00244-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00244-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00244-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Montag 22.12.2014 Pflersch-Ladurns nach Astfeld im Sarntal (\u00fcber das Penser Joch) 56km, 1400Hm<\/strong><\/p>\n<p>Ich werde zum Winterroadbiker, denn das PenserJoch ist im Sommer bekannt als Rennradpa\u00df. Ein Tag auf Teer 1300Hm am St\u00fcck und eine 30km lange Abfahrt. \u201eDes is gar nix\u201c w\u00fcrde mein Transalpspezl sagen, denn auf Transalp rechnen wir uns die H\u00f6henmeter auf Teer immer sch\u00f6n. Mit dem schwereren Fatbike und der Ausr\u00fcstung am R\u00fccken als Roadbikekiller aufzutreten ist fraglich, wir werden sehen wie viele Rennradfahrer ich antreffe.<\/p>\n<p>Morgens 8:00 Start in Pflersch-Ladurns bei -4 Grad. Die belgische Familie mit den mehr als 10 Kindern will auch schon zum Skifahren, mein Fatbike finden sie \u201esuper ey\u201c. Richtung Gossensass an der Uferpromenade, ein paar kleine Anlieger laden zum Spielen mit dem Fatty ein. Bis Sterzing geht es noch \u00fcber eine fiese Kuppe, blo\u00df jetzt nicht das Schwitzen anfangen.<\/p>\n<p>In Sterzing bin ich wieder Attraktion der Schulkinder, m\u00fcssen die nicht l\u00e4ngst in der Schule sein? In der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone das Gleiche, ich lasse mich fotografieren. Eine Blonde kommt mit Ihrem Mann aus einem Lokal und schaut l\u00fcstern auf mein potentes Fatbike. \u201eBreit geht\u2019s besser\u201c meine ich und das versteht auch ihr Mann und lacht.<\/p>\n<p>Hinter Sterzing zieht sich die Stra\u00dfe zum Penser Joch \u00f6de hoch. Auf halber H\u00f6he steht pl\u00f6tzlich ein Mann mit einem roten Mantel und einer roten M\u00fctze (ich meinte gr\u00fcner Mantel und M\u00fctze) mit einem Tannenbaum in der Hand mitten auf der Stra\u00dfe. Den kenn ich, der hat den Baum bestimmt wild geschlagen. Ich spreche ihn an und er antwortet mir, als w\u00fcrde ihm der ganze Wald hier geh\u00f6ren. \u201eWas ich hier wolle, oben h\u00e4tts eine Menge Schnee\u201c. Wir w\u00fcnschen uns jedenfalls frohe Weihnachten, ein Geschenk f\u00fcr mich hat er allerdings nicht.<\/p>\n<p>Weiter oben geht es mit dem Schnee, wie vorhergesagt, richtig los. Die Stra\u00dfe ist aber frei. Das Fatbike rollt und rollt, ich komme mit 6-8 km\/Std entspannt voran. Man sieht schon das Penser Joch, oben ist alles verlassen. Eine versprengte italienische Familie macht Fotos von mir. So ein Fatty haben sie in Bozen auch schon gesehen, ist schwer im Kommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-95\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00262.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00262.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00262-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00262-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00262-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-88\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00192.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00192.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00192-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00192-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00192-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-99\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00283.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00283.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00283-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00283-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00283-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-94\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00218.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00218.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00218-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00218-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00218-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Runter auf der Stra\u00dfe ins Sarntal, das Fatbike hat einen gr\u00f6\u00dferen Rollwiderstand, wen wundert\u2019s? Ich knalle mit &gt;50 km\/Std die Stra\u00dfe runter, das macht Spa\u00df und ergibt ein geiles Abrollger\u00e4usch. Die 30km Abfahrt rauschen vorbei und ich erreiche fr\u00fch am Tag das Hotel Alpenblick in Astfeld. Es gibt einen sehr pers\u00f6nlichen Empfang, kein Vergleich zu gestern im Bergkristall. Chef und Chefin stellen sich mir vor, die T\u00f6chter des Hauses sind h\u00fcbsch anzuschauen. Bei einem genialen Cappuccino an der Bar erz\u00e4hle ich meine Geschichte \u2013 ich habe heute nicht <u>einen<\/u> Rennradfahrer gesehen.<\/p>\n<p>Abends noch nett mit dem holl\u00e4ndischen Familienvater geplaudert, der schon seit 16 Jahren ins Alpenblick zum Skifahren kommt. Sein Hobby: als Amateurfunker nicht ganz legale R\u00f6hrenendstufen bauen, die 2 Kilowatt Leistung raushauen. Das ist echt fett, ich glaube wir sind alle irgendwie ein bisschen \u201eFatbike\u201c.<\/p>\n<p><strong>Fatbike = Trailbike?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-97 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00289.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00289.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00289-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00289-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00289-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Dienstag 23.12.2014 Astfeld im Sarntal nach Bozen (\u00fcber den M\u00f6ltener Kaser) 43km, 1300Hm<\/strong><\/p>\n<p>Die Trails am M\u00f6ltener Kaser locken, ob das Fatbike hier ebenfalls eine gute Figur macht? Zum Fr\u00fchst\u00fcck gibt es nochmals den genialen Cappuccino der T\u00f6chter des Alpenblick mit Kakaoherzchen drauf (mein Geheimtipp!). Mich erwartet ein perfekter Sonnentag und ich bin kurz nach 8:00 unterwegs. Bis Sarntheim einrollen, dann geht die Stra\u00dfe steil in die H\u00f6henlinien rein. Mit einem Viehtransporter spiele ich gef\u00fchlt 10mal B\u00e4umchen wechsle Dich, so oft f\u00e4hrt er hier hoch und runter.<\/p>\n<p>Richtung Putzerkreuz auf dem Forstweg wird es richtig steil und trotz Schneeauflage fahre ich alles hoch, wie im Roadbook von Uli Stanciu angegeben. Die Traktion der Reifen ist gigantisch, einzig eine steile Stufe am Putzerkreuz ist durch Schmelzwasser zur Eisbahn geworden und ich muss kurz runter vom Bike. Zu den Trails am M\u00f6ltener Kaser schiebe ein St\u00fcck durch den Wald, wie angegeben.<\/p>\n<p>Dann kommt der Spa\u00df, die Trails im Wald sind schneebedeckt und ich schwimme mit dem Fatty obenauf. Das Ger\u00e4usch des knirschenden Schnees ist genial, ich habe einen Heidenspa\u00df! Am M\u00f6ltener Kaser ist die Almh\u00fctte komplett dicht gemacht. Ums Eck treffe ich doch einen Wanderer, der so aussieht, wie ich gerne aussehen w\u00fcrde, wenn ich so alt bin wie er. Heuer ist der 51mal zu den Stoanernen Mandeln (Steinm\u00e4nnchen) rauf, das hier ist sein Trainingsberg. Dann war er noch zum Trecking\u00a0 in Ecuador \u201ekein Vergleich\u201c meint er. Er hat auch ein offenes und interessiertes Ohr f\u00fcr das Biken. Wir verabschieden uns schlie\u00dflich mit Handschlag und w\u00fcnschen uns frohe Weihnachten.<\/p>\n<p>Richtung Bozen brennt der Track jetzt ein Feuerwerk ab, mit allem was Mountainbiken interessant macht. Gefrorene oder matschige Trails mit Schnee, Eis und Laub, Wurzeln- und Karrenwege, Wiesentrails aber auch Forst-, Schotter- und Erdwege sowie schmale Teerstra\u00dfen. Bergauf hat man den Eindruck die Reifen krallen sich f\u00f6rmlich an den Hindernissen aus Wurzeln und Steinen fest, um sich anschlie\u00dfend mit sanftem Pedaldruck daran hochzuziehen und dr\u00fcber zu rollen. Bergrunter erlaubt die Traktion ohne Rutschen entspanntes Anfahren von Schl\u00fcsselstellen wie tiefen Abs\u00e4tzen auch in steilem Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-98 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00306.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00306.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00306-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00306-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00306-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Es zieht sich doch noch gewaltig bis Bozen. Der Karrenweg von Jenesien ist nochmals ein Highlight und ich bin erstaunt was mit Starrgabel alles so geht, wenn man gro\u00dfe Reifen als D\u00e4mpfung und diese geniale Traktion hat. Allerdings w\u00fcrde ich hier runter bei guter Schneelage nicht unbedingt empfehlen. Schlie\u00dflich sehe ich Bozen im Talkessel liegen und der 35 Grad steile, geteerte Radweg bringt meine Bremsen zum Gl\u00fchen. Mit Abk\u00fchlzwischenstopps rolle ich runter zur Eisack in das Zentrum.<\/p>\n<p>Mein privater R\u00fcckshuttle, gefahren von meiner Frau (tausend Dank!), parkt perfekt unter der Piazza Walther mitten im Bozener Zentrum. Gut das ich da bin, die Gesch\u00e4fte hier haben hochwertiges italienisches Design und laden zum Shopping ein. Auf dem Weihnachtsmarkt werde ich gleich wieder auf das Fatbike angesprochen, doch ich ziehe mich jetzt lieber um und wir genie\u00dfen zusammen das weihnachtliche Ambiente S\u00fcdtirols.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45 aligncenter\" src=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00309.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00309.jpg 5472w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00309-300x200.jpg 300w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00309-768x512.jpg 768w, https:\/\/biketransalp.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/DSC00309-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Zur\u00fcck in M\u00fcnchen rufe ich am Heiligen Abend Erika in Trins an. Sie hat sich gro\u00dfe Sorgen um mich gemacht und ist unglaublich erleichtert zu h\u00f6ren, dass alles gepasst hat.<\/p>\n<p>Ich ziehe mein Fazit und finde, dass eine gelungene Wintertransalp einen in der Tat auf das n\u00e4chste Level bringt. Allerdings m\u00fcssen einige Faktoren zusammenspielen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Wetter sollte stabil und m\u00f6glichst sonnig sein.<\/li>\n<li>Die Routenwahl muss der Schneelage entsprechen, das setzt einen hohen planerischen Aufwand und auch ad hoc auf Tour Entscheidungsfreude voraus.<\/li>\n<li>Die Ausr\u00fcstung und Fitness d\u00fcrfen nicht fraglich sein. Das Zwiebelprinzip gilt f\u00fcr wirklich alle K\u00f6rperteile. Lieber eine Lage mehr als zu wenig draufhaben. Wechselw\u00e4sche, Zweithandschuhe etc. sind Pflicht! Kondition und Kraft sollten f\u00fcr m\u00f6gliche kurzfristige Routenanpassungen ausreichend vorhanden sein.<\/li>\n<li>Das Fatbike ist <u>der<\/u> ideale Winterbegleiter durch die Alpen, aber zeigt auch Qualit\u00e4ten f\u00fcr die anderen Jahreszeiten. Simpel und robust aufgebaut mit Traktion ohne Ende. Achtet auf das Endgewicht des Bikes. Laufr\u00e4der und Rahmen d\u00fcrfen nicht zu schwer ausfallen, lieber eine Starrgabel als ein zu schweres, schwerf\u00e4llig zu fahrendes Fatbike.<\/li>\n<li>Zu guter Letzt: Ihr werdet \u00fcberall bestaunt werden, ob Eures Vorhabens und Eures sonderbaren Bikes. Habt Spa\u00df bei Allem, geht auf die staunenden Menschen zu und erz\u00e4hlt ihnen von unserem sch\u00f6nen Sport. Das nicht immer gute Image der Mountainbiker wird es Euch danken!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tom Bauer 2018<\/p>\n<p>Links<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bike-gps.com\">Bike GPS<\/a> (Uli Stanciu)<\/p>\n<p>Bike Magazin: <a href=\"http:\/\/www.bike-magazin.de\/touren\/transalp\/erstbefahrung-mit-dem-mtb-im-winter-ueber-die-alpen\/a23009.html\">Wintertransalp &#8211; Alpen\u00fcberquerung im Schnee<\/a><\/p>\n<p>Fatbike.de: <a href=\"http:\/\/www.fat-bike.de\/winter-transalp-fatbike\/\">Wintertransalp auf dem FATBike<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reisebericht \u201eWintertransalp mit dem Fatbike\u201c Die Route: Innsbruck \u2013 Bozen in 3 \u00bd Tagen, 176km und 5600Hm. Von Innsbruck nach Trins im Gschnitztal. Am 2ten Tag hoch \u00fcber den Brenner Grenzkamm nach Pflersch bei Gossensass. Weiter am 3ten Tag \u00fcber das Penser Joch ins Sarntal. 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